Urlaub in Kiew
Geschichte der Stadt Kiew
erste Besiedelungsnachweise wurden aus der Jungsteinzeit gefunden (vor ca. 6.500-5.000 Jahren, Bug-Dnistr-Kultur im 5. Jh. v.Chr. siedelten Griechen an der ukrainischen Schwarzmeerküste und auf der Krim vom 8.-3. Jahrhundert v.Chr. siedelten in den südukrainischen Steppengebieten persische Skythen, später das den Skythen verwandte Volk der Sarmathen. 2.-5. Jh.: Ostgoten, bedrängt von den Hunnen (s. auch Attila) nach dem Durchzug der Hunnen siedelten sich vermutlich bulgarische Stämme (ursprüngliches Siedlungsgebiet war die Wolga) und aus dem Norden stammende Slawen an. ca. 750 n.Chr.: das Gebiet der Ukraine gehört zum Chasarenreich, es finden sich Spuren magyarischer (ungarischer) Kulturen, jüdischer Kaufleute und anderer Völkergruppen im Zuge der Völkerwanderung nach dem Durchzug der Hunnen siedelten sich vermutlich bulgarische Stämme (ursprüngliches Siedlungsgebiet war die Wolga) und aus dem Norden stammende Slawen an. 9. Jahrhundert: Gründung der “Kiewer Rus” unter Einflußnahme skandinavischer Waräger (schwedischer) Wikinger an den Handelswegen zwischen Skandinavien und Novgorod, dem damaligen Zentrum altrussischer Kultur Wladimir der Große (960-1015 n.Chr.) regiert die Kiewer Rus. 988 n.Chr. erfolgt die Annahme des Christentums anlässlich der Vermählung mit Anna von Byzanz 1240 n.Chr.: Einfall der mongolischen Horden. Nach 10-wöchiger Belagerung wird Kiew durch Batu Chan vollständig zerstört, die Bevölkerung faktisch ausgelöscht und es kommt zur Trennung von “Russland” und der “Ukraine” Ukraine bedeutet “am Rande” bzw. außen, gesehen aus zentralrussischer Sicht 1321: Schlacht am Irpen. Große Teile der Ukraine fallen unter litauische und später polnische Herrschaft Russland erobert über mehrere Jahrhunderte Teile der Ukraine wieder zurück (u.a. Schlacht an der Wedrosch um 1500) die Einflüsse verschiedener Herrschaftskulturen sind auch heute noch deutlich zu spüren Bogdan Chmelnitzki errichtet 1648 einen ukrainischen Kosakenstaat, welcher jedoch bald unter Russland und dem osmanischen Reich (südl. Ukraine) aufgeteilt wird 1796: Rückeroberung der osmanischen Gebiete durch Russland
Geschichte der Neuzeit
1. Weltkrieg nationalistische und separatistische Bemühungen werden vom Deutschen Reich gefördert, um den Kriegsgegner Russland zu schwächen Oktoberrevolution 1917: Durch den erpresserischen “Friedensvertrag” von Brest-Litowsk vom 03.03.1918 fallen die Ukraine, Lettland, Litauen und Estland unter deutsche Herrschaft, jedoch nicht lange (s. auch https://de.wikipedia.org/wiki/Friedensvertrag_von_Brest-Litowsk) Im Zuge der sozialistischen Revolution wird die Ukraine zur Sowjetrepublik (Buchtipp: Michail Scholochow, “Der stille Don”) südwestl. Teile der Ukraine fallen an Ungarn, die Tschechoslowakei und Polen Ende der 1920er, Anfang der 1930er Jahre wird die industrielle Entwicklung bedeutend voran getrieben. Gleichzeitig verhungern Anfang der 1930er Jahre ca. 4 Mio Ukrainer durch die falsche Wirtschaftspolitik Stalins Stalin baut ohne jegliche Rücksicht seine eigene Machtposition immer weiter aus, errichtet einen eigenen Personenkult, vernichtet große Teile der Intelligenz und lässt ca. die Hälfte des erfahrenen Offizierkorps der Roten Armee hinrichten. Hitler-Stalin-Pakt 2. Weltkrieg Im Juni 1941 marschiert die Deutsche Wehrmacht auch in der Ukraine ein, auch in die an die Ukraine im Hitler-Stalin- Pakt “rückübertragenen” Gebiete (“Unternehmen Barbarossa”) anfangs wurde die Deutsche Wehrmacht aus verschiedensten Gründen von vielen Teilen der ukrainischen Bevölkerung begrüsst und unterstützt. Buchtipp: Willi Kubik “Erinnerungen eines Panzerschützen” Durch die menschenverachtende Besatzungspolitik, Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung, systematischen Massenmord, Deportation, Zwangsarbeit und unvorstellbare Massaker wandelte sich schnell die Einstellung der Menschen. Im Zuge der Kampfhandlungen wurden ca. 5-7 Mio Ukrainer getötet, die meisten Städte, Industrie und Landwirtschaft völlig zerstört. Verantwortlich waren jedoch nicht nur die deutschen Besatzer, sondern auch ukrainische Nationalisten (“UPA”) Nach dem Krieg wurde das Land unter schwierigsten Bedingungen wieder aufgebaut. Heute wohnen ca. 50 Mio Einwohner in der Ukraine. Durch den aktuellen militärischen Konflikt in der Ostukraine ist die Zukunft des Landes erneut ungewiß, die Investitionstätigkeit ist sehr niedrig.
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